Mittwoch, 12. Oktober 2011

Der vegetarische Peter

Nachfolgend eine Geschichte vom Gastautor DiZi

Peter ist in seiner Familie eigentlich ein ganz normaler Junge.

Allerdings kann er sich nicht entschließen, wie seine Familie nicht vegetarisch zu leben.

Das hat für ihn enorme Konsequenzen, durch die einseitige Ernährung zeigt er bereits erste Mangelerscheinungen.

Die Zähne sind schon ein wenig locker, da sie bei Gemüse und Obst nicht richtig zum Einsatz kommen.

Ebenso auffällig ist die orangefarbene Haut des Kleinen.

Seine Eltern machen sich schon große Sorgen.

Damit es dem Jungen schnell wieder besser geht, erfindet sein Vater eine Lösung, mit der alle leben können.

Er baut eine Art Hülle aus Schweinehaut, in die das Obst und Gemüse zum Verzehr hineingesteckt werden.

Somit muss Peter in die Schweinehaut beißen und kann seine Zähen trainieren und kann trotzdem weiterhin vegetarische Nahrung zu sich nehmen.

Gegen die farbige Haut muss Peter täglich eine Portion Weißkraut essen.

Nach einer Woche sind alle Symptome der Mangelernährung beseitigt, die Familie ist überglücklich und Peter sieht endlich wieder aus wie ein richtiger Vampir.

Der kleine Hamster Phil

Eine kurze Geschichte vom Gastautor HARAS

Phil ist ein intelligenter und geschickter Hamster. Er kann tagsüber, wenn seine Menschen das Haus verlassen haben, aus seinem Käfig ausbrechen und später wieder in den Käfig einbrechen, ohne das die Menschen etwas merken.

Nachdem die letzten Menschen heute das Haus verlassen haben um ihren Verpflichtungen, wie Arbeit oder Schule, nachzugehen, begibt sich Phil auf seine tägliche Runde durch die Gemeinde.

Er läuft durch das Wohnzimmer und hinterlässt kleine Hamsterkügelchen unter dem Tisch. Dieser Trick hat bisher immer geholfen, wenn der kleine Mensch seinen Käfig nicht regelmäßig sauber macht. Dann geht er weiter hinter die Couch. Hinter der Couch ist nämlich sein besonderes Versteck. Er hat es geschafft mit seinen scharfen Zähnen ein Loch in die Rückseite der Couch zu beißen und hat es sich in der Couch ordentlich bequem gemacht. Hier verbringt er seine erste Schlafeinheit.

Als er ausgeschlafen ist, wandert er in die Küche weiter. Hier vergnügt er sich im Vorratsschrank bei Nüssen und anderen Leckereien. Er schneidet dazu die Netze und Tüten mit einem Messer auf, damit der Verdacht nicht auf ihn fallen kann.

Der Hamsterkäfig selbst steht im Kinderzimmer, hier stört den kleinen Hamster, dass der kleine Mensch Abends immer irgendwelche Geschichten zum Einschlafen hört, aus diesem Grunde nagt der Hamster täglich ein kleines Bisschen am Stromkabel des CD-Spielers. Eines Tages wird das Gerät schon ausfallen.

Danach geht der Hamster wieder in seinen Käfig, schläft seine 2. Runde und wartet auf seine Menschen um dann später schön am Rad zu drehen.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Nimm Dein Leben selbstständig in die Hand

Vom Gastautor "Zurück zum Beton":

„Was hast du dir dabei gedacht, Pauli?“ fragt der Teufel aufgebracht, nachdem er erfahren hat, dass Pauli sich ohne Erlaubnis in die Menschen-Welt aufgemacht hat. Sein Ausflug hat großes Unheil angerichtet: Eine Unachtsamkeit verursachte ein großes Chaos in einem Einkaufs-Center. Mutwillig – denn er wollte ein Mädchen beeindrucken – versuchte Pauli an einem Teppich zu zündeln; der zunächst kleine Brand geriet jedoch sehr schnell außer Kontrolle. Pauli überließ das Feuer sich selbst, weil er nervös wurde und machte sich aus dem Staub. Ein großer Teil der Einkaufs-Halle musste von der Feuerwehr evakuiert werden, weil der Brand den Feueralarm ausgelöst hat.
Pauli versucht sich an einer Rechtfertigung: „Es, äh, ich konnte nichts dafür, ich…“
„Keine Widerrede! Es ist deine Schuld und du trägst dafür die alleinige Verantwortung“, entgegnet der Teufel und schickt den mies-gelaunten Pauli auf sein Zimmer.
Uneinsichtig schleicht Pauli ins Bett und fällt unversehens in einen tiefen Schlaf.
Innerhalb seines bemerkenswerten Traumes stellt Pauli sich vor, ein Geschichtenerzähler sei in der Lage, Paulis gesamtes Leben und die Entscheidungen, die er im Laufe seines Daseins trifft, lenken zu können. Folglich ist es Pauli nicht mehr möglich, seine Taten zu hinterfragen und Einfluss auf sie auszuüben. Sachen, die er macht, passieren ihm nunmehr nur noch. Welche Konsequenzen hat das für sein Leben? Nun: Er geht im Gegensatz zum wahren Leben ohne Verantwortung durch sein Leben, da ihm alle Entscheidungen abgenommen werden. Schuld an den Dingen, die Pauli tut, ist allein der Geschichtenerzähler, der Pauli einer Marionette gleich ohne viel Nachzudenken durchs Leben führt.
Diese Vorstellung lässt Pauli sehr unruhig schlafen. Er erwacht und er erinnert sich an die Vorkommnisse am Nachmittag. Er erkennt, dass er derjenige ist, der sich rücksichtslos verhalten hat und er derjenige ist, der für seine Taten büßen muss. Also entschließt er sich seinen Vater zu wecken, um ihn um Verzeihung zu bitten und zu erklären, dass er eingesehen hat, dass sein Verhalten Konsequenzen hat. Und dass er dafür einstehen muss.