Dienstag, 19. April 2011

Pauli in der Stadt

Wie immer, wen ihm langweilig ist, schleicht sich Pauli aus der Hölle. Gut das er den geheimen Weg seines Vaters entdeckt hat, mit dem Fahrstuhl, der zur Menschenwelt führt. 
Pauli springt aus dem Fahrstuhl und ist von der Sonne geblendet. An diesen Zustand hat er sich noch immer nicht gewöhnt. Da muss es doch etwas geben, was die Sache erträglicher macht.
So macht Pauli sich auf die Suche nach einer Lösung für sein Problem. Er wandert durch die Straßen, bis er in einer Einkaufspassage landet. Dort beobachtet er einen kleinen Jungen mit einer älteren Dame vor einem Geschäft. Beide schauen ins Schaufenster und der Junge sagt ständig: "Oma, liebe Oma, bitte kauf mir das rote Auto!"
Die ältere Dame erwidert: "Mein lieber Junge, Du hast diese Woche bereits genug bekommen. Heute gibt es nichts!"
"Aber Oma, liebe Oma, bitte, bitte, kauf mir das rote Auto!" sagt der Junge fortwährend.
Bis die Oma schließlich nachgibt und Ihrem Enkel das rote Auto kauft.
Pauli ist ganz angetan von der Situation. Er marschiert weiter durch die Einkaufspassage und bleibt vor einem Schuhgeschäft stehen. Neben ihm eine ältere Dame. Inspiriert von der Schau des kleinen Jungen beginnt Pauli sein Programm: "Oma, liebe Oma, bitte kauf mir das rote Auto!"
Die ältere Frau entgegnet: "Aber Junge, wer bist Du überhaupt, ich bin doch nicht Deine Oma!"
So leicht läßt Pauli sich nicht abwimmeln, er hat schließlich genau gesehen, wie der Trick funktioniert hat! Also: "Aber Oma, liebe Oma, bitte, bitte, kauf mir das rote Auto!"
Die ältere Dame schüttelt den Kopf und sagt: "Mensch Junge, ich habe keine Enkelkinder, also kann ich nicht Deine Oma sein!"
Wirklich eine harte Nuss, denkt Pauli, vielleicht muss er den gelernten Trick ein wenig abwandeln, so sagt er: "Also Oma, wenn Du keine Enkelkinder hättest, wie könnte ich dann mit Dir sprechen? Also, bitte liebe Oma, bitte, bitte, kauf mir das rote Auto!"
Inzwischen ist die Oma sehr genervt von unserem kleinen Teufel, so dass sie ernsthaft überlegt, dem Jungen das rote Auto zu kaufen, nur damit sie in Ruhe weiter einkaufen kann. Also antwortet sie: "Ok, mein Junge, ich kaufe Dir ein rotes Auto, in welches Geschäft müssen wir denn da gehen?"
Pauli antwortet: "In welches Geschäft? Na in dieses, wo wir schon die ganze Zeit vor stehen!" Jetzt ist die Oma irritert, sie steht schließlich vor einem Schuhgeschäft, also fragt sie: "Jüngchen, wo bitte schön gibt es in diesem Schuhgeschäft ein rotes Auto?"
Je mehr Pauli über diese Frage nachdenkt, kommt er zu dem Entschluß, dass er zukünftig an seiner Taktik arbeiten muss, es gibt in diesem Schuhgeschäft tatsächlich kein rotes Auto. Um die Situation zu retten zeigt er auf ein paar rote Damenschuhe! "Na da vorne, Oma! Kannst Du das rote Auto nicht sehen? Bist Du vielleicht blind?"
Jetzt verliert die ältere Dame entgültig die Geduld. Der kleine nervende Junge will nicht nur ihre Gutmütigkeit ausnutzen, sondern sie auch noch auf den Arm nehmen. Sie spricht den Jungen nun scharf an: "Pass mal auf Du kleiner Schlingel. Ich wäre fast auf Deine Tour reingefallen, aber veräppeln lasse ich mich nicht! Es gibt hier keine roten Autos!"
Pauli merkt, dass er die Geduld der Dame überstrappaziert hat, er macht sich unsichtbar und rennt so schnell er kann in das Spielzeuggeschäft und nimmt dort ein rotes Auto weg. Dieses Auto stellt er jetzt in das Schaufenster neben die roten Damenschuhe.
Inzwischen wieder sichtbar, wendet sich Pauli wieder an die ältere Frau uns sagt: "Liebe Oma, ich möchte Dich nicht veräppeln, siehst Du das rote Auto wirklich nicht? Komm wir gehen in das Geschäft, vielleicht siehst Du es, wenn Du näher dran bist!"
Plötzlich sieht die Oma das rote Auto im Schaufenster stehen, total verdattert, hat sie ein schlechtes Gewissen, weil sie den Jungen so angefaucht hat. Sie nimmt nun den Jungen bei der Hand und geht mit ihm in das Geschäft. Im Laden bestellt sie bei der Schuhverkäuferin das rote Auto aus dem Schaufenster. Die Verkäuferin ist ebenfalls sehr irritiert, weil sie schließlich nicht weiß, das im Schaufenster ein Auto steht und teilt der älteren Dame mit: "Meine liebe Frau, wir sind ein Schuhgeschäft und kein Spielzeugladen, wir führen keine Autos. Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?"
"Junges Fräulein, ich bin einem Alter, in dem man nicht zu Scherzen aufgelegt ist. Verkaufen Sie mir jetzt dieses Auto aus dem Schaufenster, damit ich diesen kleinen lästigen Jungen loswerde, Danke und jetzt keine Diskussion mehr!" antwortet die Oma, die inzwischen einen Puls von 180 hat.
DieVerläuferin geht zum Schaufenster und erblickt mit riesigen Glubschaugen das rote Auto. Sie nimmt es aus der Auslage und bestimmt einen Preis von 3,- Euro und verkauft das Auto der älteren Dame.
Diese bezahlt das Geld und übergibt das Auto an unseren kleinen Pauli. Der freut sich so sehr, dass der sich ausführlich bei der Frau mit folgenden Worten bedankt:

"Danke liebe Oma, vielen vielen Dank liebe Oma, Du bist die beste liebe Oma auf der ganzen Welt!"
Tief gerührt verabschiedet sich die Oma von Pauli und beide gehen getrennte Wege.
Nun hat Pauli ein wunderschönes rotes Auto, aber noch nicht die benötigte Verdunklung für seine Augen. Aber wenn der Trick mit dem Auto geklappt hat, warum sollte er nicht auch mit etwas anderem funktionieren?
Also schleicht Pauli weiter durch die Stadt und sieht plötzlich einige Leute mit dunklen Gestellen auf der Nase. Vielleicht wäre das die Lösung für sein Augenproblemchen.
Er geht auf die Leute zu und fragt, was es denn für ein Gestell auf Ihrer Nase sei.
Ein Jugendlicher antwortet: "Ey, Alter, willste uns hochnehmen oder was. Du willst uns doch nicht vormachen, dass Du keine Sonnenbrille kennst, oder Alter?"
"Aha, Sonnenbrille heißen diese Dinger also!" sagt Pauli.
Also geht Pauli weiter und sucht ein Geschäft mit Sonnenbrillen.

Er steht plötzlich vor einem Geschäft in dem eine ganze Reihe Sonnenbrillen sind, manche mit dunklen und manche auch mit klaren Gläsern. Pauli geht in das Geschäft und schaut sich nach einer Oma um. Leider ist keine ältere Frau im Geschäft. So geht er zu einem Mann und sagt: "Oma, liebe Oma, bitte kauf mir die tolle Sonnenbrille!"
Der Mann schaut ganz belämmert und sagt: "Junge, meinst Du etwa mich?"
"Na klar, liebe Oma, siehst Du noch jemand anderen hier?"
"Nein", sagt der Mann, "aber ich bin doch keine Oma und Dich kenne ich überhaupt nicht!"
"Ach Oma, jetzt stell Dich doch nicht so an und kaufe mir bitte die tolle Sonnenbrille!"
"Also nochmal, ich bin ein Mann und vom Alter her könnte ich höchstens Dein Vater sein, aber nie im Leben Deine Oma!"
Pauli denkt nach und nimmt die Informationen gezielt auf. "Vater, lieber Vater, bitte kauf mir die tolle Sonnenbrille!"
"Ich bin auch nicht Dein Vater, ich habe keine Kinder!" entgegnet der Mann.
Mensch, jetzt ist der Kerl auch so eine harte Nuss, also benutz Pauli wieder die Taktik, wie bei der Oma: "Also Vater, wenn Du keine Kinder hättest, wie könnte ich dann mit Dir sprechen? Also, bitte lieber Vater, bitte, bitte, kauf mir eine tolle Sonnenbrille!"
"Jetzt hör mal genau zu mein Sohn, ich bin nicht Dein Vater!"
"Ach Vati, schrei doch nicht so, ich möchte doch nur eine Sonnenbrille!" säuselt Pauli.
Der Mann weiß schon nicht mehr, was er noch glauben kann und fragt den Verkäufer: "Ist das ein Werbetrick von Ihnen?"
Der Verkäufer hat keine Ahnung, was der Mann von ihm will und zuckt mit den Schultern. Der Mann ist echt verzweifelt und wendet sich nochmals an den Verkäufer: "Können Sie mir helfen? Was kostet die billigste Sonnenbrille in Ihrem Laden?"
Diesemal hat der Verkäufer eine Antwort bereit: "Die billigste kostet 7,99 Euro, die ist aber nicht so gut, wir hätten da ein tolles Exemplar für 15,99 Euro im Angebot!"
"Meinetwegen, geben Sie mir die Brille aus dem Angebot, hauptsache ich werde den Jungen los!" antwortet der Mann den Tränen nahe.
Der Verkäufer übergibt die Sonnenbrille an Pauli und dieser ist glücklich und bedankt sich bei seinem Vater.
Anschließend verläßt er das Geschäft. Inzwischen setzt die Dämmerung ein und Pauli benötigt die Sonnenbrille heute nicht mehr. Er hat aber bemerkt, dass er scheinbar sehr lange über der Erde war und macht sich auf dem schnellsten Weg zurück zum Fahrstuhl.
Er fährt hinunter und rennt die Treppen so schnell er kann um ja seinem Vater nicht über den Weg zu laufen.
Bevor er in die elterliche Höhle rennt, macht er noch einen Abstecher zu seiner Mine um seinen Vater mit Edelsteinen bei Laune zu halten.
Mutter Hilde wartet schon mit dem Abendessen. Heute gibt es ein feuriges Chili!
"Na mein Sohn, hast Du auch dreckige Finger von der Arbeit? Sonst hast Du Dir Dein Essen nicht verdient! Saubere Kinder bekommen bei uns nichts!" sagt die wilde Hilde.
Pauli hat natürlich rabenschwarze Hände und seine Fingernägel sehen aus als hätte er Gräber gebuddelt.
Luzifer eröffnet das Abendessen und anschließend bringt er Pauli ins Bett.
"Mein lieber Junge, ähh böser Junge. Vielen lieben Dank, ähh häßlichen Dank, dass Du mir auch heute wieder so schöne Edelsteine, ähh häßliche Schmuddelsteine gefunden hast. Du machst mich immer sehr glücklich, ähh traurig! Für Deine tolle Leistung, ähh schlechte Leistung habe ich Dir wieder eine extra Portion heiße Kohlen ins Bett gepackt, damit Du gut, ähh schlecht schlafen kannst!"
Pauli verabschiedet sich zur Nacht von seinen Eltern und kuschelt sich in die extraheißen Kohlen ein und denkt schon mit Vergnügen an den morgigen Tag.

Sophie im Baumarkt

Die Schule ist aus und  heute ist es soweit. Angela, Sophies beste Freundin, hat am Nachmittag frei und möchte Sophie auf eine Erkundungstour zu den Menschen begleiten. Verabredet getan, die beiden erzählen ihren Eltern, dass sie beim jeweils anderen sind. Also Sophie bei Angela und Angela bei Sophie.
Zum Glück gibt es bei den Engeln kein Telefon.
Die süßen Engel machen sich nun auf, eher gesagt ab, in ein Abenteuer auf der Erde.
Beide müssen regelmäßig bei ihren Eltern die Wolken mähen, so wollen sie mal schauen, wie es bei den Menschen so ist. Ob dort auch die Wolken gemäht werden?
Allerdings weiß Sophie aus der Erfahrung ihrer letzten Besuche auf der Erde, dass die Menschen keine Möglichkeiten haben um an die Wolken zu kommen. Vielleicht mähen die Menschen etwas anderes.
Unten auf der Erde angekommen schauen sie sich in den Strassen um.
Plötzlich hören sie ein komisches Geräusch. Ein Surren und Brummen. Was kann das sein?
Sie versuchen die Quelle des merkwürdigen Geräusches zu finden. Und siehe da, sie entdecken ein Haus mit einer grünen Wolke herum und einen Mann, der einen Wolkenmäher steuert.
Warum sind die Wolken auf der Erde grün? Um die Frage beantwortet zu bekommen, gehen sie zu dem Mann und fragen ihn.
"Entschuldigung? Warum sind die Wolken bei Ihnen grün?" fragt Sophie.
Der Mann stellt sein Gerät ab und fragt irritiert zurück: "Welche Wolken? Meinst Du etwa den grünen Rasen?"
"Rasen?" das haben die beiden ja noch  nie gehört. Auf der Erde ist scheinbar alles etwas anders. "Ist das Gerät, welches Sie benutzen etwa kein Wolkenmäher?" fragt Angela. Der Mann stutzt und glaubt die Mädels möchten ihn veräppeln, also beantwortet er die Frage mit, "das ist ein Rasenmäher und den kann man im Baumarkt kaufen", anschließend stellt er den Rasenmäher an und arbeitet weiter.
"Interessant, im Baumarkt kann man so eine Surrmaschine Rasenmäher kaufen!" bemerkt Sophie. "Du, Angela, denkst Du auch was ich denke?" fragt Sophie.
"Keine Ahnung, aber ich möchte schrecklich gerne mal in so einen Baumarkt gehen!" sagt Angela.
"Genau, aber wie finden wir so einen Baumarkt?" fragt Sophie.
Der Satz war noch nicht ganz ausgesprochen, da kommt ein Mann mit seinem Sohn aus dem Nachbarhaus und die Engel können folgende Satzbrocken aufschnappen: "Los komm, Jung ... wir müssen uns beeilen ... lauf schneller der Baumarkt schließt gleich ..."
Na wenn das kein günstiger Moment ist. Die Mädels nehmen sofort die Verfolgung auf und stehen ein paar Minuten später vor einem Baumarkt. Sie schleichen sich durch die automatische Tür und müssen schnell feststellen, dass ein Baumarkt nicht wirklich überirdisch ist.
In den Gängen schauen sich überwiegend Männer nach geeignetem Handwerkermaterial um.
Unsere beiden Engelchen wandern ein wenig durch die Regale und befinden sich plötzlich in der Außenanlage für Gartenbedarf wieder. Hier gibt es auch ganz tolle Surrmaschinen Rasenmäher. Lieder surren die hier nicht, sondern stehen starr auf einer dafür vorgesehenen Fläche. Angela setzt sich auf einen großen roten Rasenmäher und Sophie schiebt das Gerät von hinten an. Die beiden flitzen durch die Gänge und haben eine Menge Spaß, zumindest so lange, bis ein Mitarbeiter des Baumarktes auf die Beiden aufmerksam wird. Der Mitarbeiter ruft: "Hallo Mädchen, was macht Ihr da"?
Sophie macht sich unsichtbar und schiebt Angela so schnell wie möglich zurück an die Stelle, wo die Surrmaschine Rasenmäher ursprünglich gestanden hat. Etwas außer Atem kommt der Mitarbeiter um die Ecke und traut seinen Augen nicht. Er sieht ein kleines Mädchen auf einem Rasenmäher. Das Kind kann doch unmöglich mit dem Rasenmäher durch die Gänge gefahren sein. Da er die Situation nicht versteht, spricht er Angela an: "Entschuldige kleines Mädchen, bist Du gerade mit dem Rasenmäher durch die Gänge gefahren?"
"Ich, ich bin nirgendwo hingefahren. Ich saß die ganze Zeit hier im Sitz!" antwortete Angela.
"Da hatte ich wohl eine Halluzination, dann steige mal vom Rasenmäher ab. Deine Eltern vermissen Dich bestimmt schon!" sagte der Baumarkt-Mitarbeiter. "Meine Eltern? Wo sind meine Eltern, die dürfen mich nicht finden!" sagte Angela.
"Wie, Deine Eltern dürfen Dich nicht finden, bist Du etwa von zu Hause ausgebüchst?"


Auf einer Palette stehen herrliche Engelsfiguren. Leicht erschrocken darüber, dass man sie erwischen könnte, stellen sie fest, das die Engel nicht echt sind.
Sie

=> Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 30. März 2011

Pauli auf dem Reiterhof

Wie jeden Tag muss Pauli in der Hölle nach Schmuddelsteinen suchen.
Für diejenigen unter Euch, die Pauli den kleinen Teufel noch nicht kennen, werde ich es kurz erläutern.
Pauli ist der jüngste Sohn von Oberteufel Luzifer und seiner Frau, der wilden Hilde.
Jeden Tag wird Pauli von seinem Vater losgeschickt um in den tiefen weiten der Hölle nach Schmuddelsteinen zu suchen.
Nach menschlichem Verständnis handelt es sich bei den Schmuddelsteinen allerdings um Edelsteine.
In der Hölle ist aber alles andersherum als bei den Menschen auf der Erde.
Gut ist schlecht, böse ist lieb und Schmuddelstein ist Edelstein.
Pauli hat bei seinen vielzähligen Suchen in der Hölle eine Mine gefunden, wo die häßlichsten Schmuddelsteine überhaupt zu finden sind.
Von diesen steckt er sich abends eine handvoll in die Tasche und übergibt diese an seinen Vater.
Seit kurzem kennt Pauli einen geheimen Weg zu den Menschen, den er heute wieder nutzen will um sich die Langeweile zu vertreiben.
Er geht also über die lange Treppe und fährt mit dem Fahrstuhl bis zur Etage 0.
An der richtigen Etage angekommen verläßt Pauli den Fahrstuhl und befindet sich mitten auf einem Bürgersteig in der Menschenwelt.
Dreimal kurz geblinzelt und Pauli hat sich an die Helligkeit gewöhnt.
Woran er sich noch nicht gewöhnt hat ist seine komische Menschenkleidung und vor allem sein Schwänzchen, welches immer erst noch hinten aus der Hose schaut.
Schwänzchen kurz in der Hose verstaut und das Abenteuer kann beginnen.
Neugierig wie er ist spaziert er die Straße entlang und entdeckt ein Plakat von einem Sommerfest auf einem Reiterhof. 
Ihm gefällt das bunte Plakat und so macht er sich auf den Weg um zu erleben was ein Sommerfest ist.
Währenddessen gibt sich der dicke Heinzi auf dem Reiterhof von seiner besten Seite. 
Heinzi ist der Größte von den jugendlichen Reitern und das läßt er die kleineren Reiter auch spüren.
Der kleine Max muss für den Heinzi täglich die Pferdebox sauber machen.
Die Maria muss das Pferd von Heinzi pflegen und versorgen.
Und den anderen Kindern isst und trinkt der Heinzi alles mögliche weg. 
Zu allen Kindern ist er ungerecht, außer zu Britta, die ist nämlich nur ein Jahr jünger als Heinzi und sehr hübsch.
Immer wenn Sie den dicken Heinzi trifft, sagt sie: "Geh´ mir aus der Sonne, Du neureicher Fettklops!"
Das hört Heinzi nicht gerne, aber da er auch ein wenig in Britta verliebt ist, versucht er es zu überhören.
Gerade steht Heinzi vor seiner Box und meckert mit dem kleinen Max:"Mensch, Du kleiner Tölpel, kannst Du den Pferdemist nicht schneller zum Misthaufen bringen? Wie lange soll mein Pferd denn noch auf der Koppel stehen? Die Maria wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sie mein Pferd versorgen kann!"
Gerade als Max mit der Mistgabel zum Misthaufen laufen will, stellt ihm Heinzi ein Bein und der kleine Junge landet mit dem Gesicht im Dreck.
Der schadenfrohe Heinzi, hält sich vor lauter Lachen den Bauch.
Während der kleine Max sich aufrappelt, schießen ihm Tränen ins Gesicht.
Innerlich kocht er vor Wut und schwört sich, dass er es dem dicken Heinzi eines Tages zeigen wird!
Die Kinder, die nicht mit den Pferden beschäftigt sind, amüsieren sich bereits auf dem Sommerfest.
Heute sind sowohl die Reiterkinder anwesend, als auch Besucherkinder, die sich für den Reiterhof interessieren.
Neben den ganzen Kindern sind natürlich auch die Eltern da, die vertreiben sich mit Kaffee und Kuchen ein wenig die Zeit. Später soll auch noch gegrillt werden!
Inzwischen hat auch Pauli sein Ziel erreicht und schaut sich erstmal auf dem Reiterhof um.
Da fällt ihm sofort der dicke Heinzi auf, wie er die anderen Kinder schikaniert. Pauli ist grundsätzlich ein Freund von bösen Taten, aber irgendwie gefällt ihm Heinzi nicht.
Während Heinzi so in seiner schicken, neuen und blütenreinen Reiterkleidung auf dem Hof herumstolziert, sammelt Pauli in einem kleinen Eimer Schweinemist aus dem naheliegenden Schweinestall. Diesen Eimer platziert er in der Nähe von Heinzis Pferdebox.
Dann nimmt er ein paar Papierhandtücher aus der Gästetoilette und füllt diese mit den Kötteln des Wachhunds.
Diesen „Papierknubbel“ legt Pauli direkt vor Heinzis Box.
Als Heinzi um die Ecke kommt um nach seiner Box zu sehen, macht sich Pauli unsichtbar und schießt einen kleinen Feuerblitz auf den Papierknubbel.
Das Papier brennt sofort lichterloh und Heinzi ruft um Hilfe und stürmt herbei um den Brand zu löschen. Er springt beidbeinig mit voller Wucht auf die Flammen, so dass die Hundeköttel nur so an seinen Beinen hochspritzen. Durch die Hilfeschreie angelockt, steht der kleine Max unmittelbar vor den Flammen zwischen Heinzis Beinen. Er schnappt sich den Wassereimer und kippt diesen direkt auf Heinzis weiße Hose und die schönen Stiefel.
Erst als der Inhalt des Eimers im direkten Anflug auf Heinzi ist, bemerkt Max, was er gemacht hat.
So steht Heinzi nun dar, von den Stiefeln bis zur Hose voller Schweinemist und Hundekacke.
Laut lachend rennt Max weg, um sich vor Heinzi in Sicherheit zu bringen. Gut das die Eltern heute auch auf dem Reiterhof sind und Max einen gewissen Schutz bieten können.
So dreckig und stinkig schämt sich Heinzi und möchte sich am liebsten in einem Mauseloch verstecken, da läuft ihm die schöne Britta über den Weg.
Heinzi ist vor lauter Scham nur noch gefühlte 20 cm groß inklusive Reitkappe, da beginnt Britta ein Gespräch mit ihm: „Na Du Neureicher Fettklops, musstest Du heute mal selbst ein wenig arbeiten? Übrigens, Du stinkst ja viel schlimmer als die Schweine im Schweinestall, Hahahhaha!“
Pauli war jedenfalls der Meinung, dass der dicke Junge sein Lektion gelernt hat.
Plötzlich, was war mit Pauli los? Als er die schöne Britta gesehen hat überkam ihn so ein komisches Gefühl. Fast so, als würde er mitten in heißen Kohlen kuscheln.
Pauli wollte Britta unbedingt ansprechen und kennenlernen! Er machte sich wieder sichtbar und folgte ihr.
Nachdem er sie eingeholt hat stupste er ihr auf die Schulter und sagte: „Hallo Schönheit, ich bin Pauli und möchte Dich kennenlernen!“
Britta erwiderte: „Hallo Pauli, ich weiß, dass ich schön bin und ich möchte Dich ganz bestimmt nicht kennenlernen!“
Uiii, was für eine Abfuhr. Die kuscheligen Kohlen um Pauli werden zu Eisklötzen!
„Na warte“, denkt er, „Du wirst mich jetzt mal so richtig kennenlernen!“
Pauli findet heraus, welches Pferd Britta gehört und sucht es auf der Weide auf.
Um nicht aufzufallen, macht er sich unsichtbar! Um das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, flüstert er dem Pferd nette Sachen ins Ohr.
Nach ein paar Sätzen kann Pauli auf das Pferd aufsteigen und mit ihm über die Wiese reiten.
Als Britta kommt um nach Ihrem Pferd zu sehen, stellt sie zu ihrem Erstaunen fest, dass Ihr Pferd auf der Koppel die tollsten Kunststücke vorführt.
Das Pferd springt nur auf den Hinterläufen über die Wiese. Dann macht es einen Handstand, anschließend reitet es seitwärts zum Zaun wo Britta steht.
Britta ist irritiert aber mächtig stolz auf ihr Pferd und beginnt mit dem Pferd zu sprechen: „Mensch Schillerlocke, Du hast ja wunderbare Kunststücke vorgeführt. Kannst Du die auch, wenn ich auf Deinem Rücken sitze?“
Plötzlich bekommt Britta eine Antwort, allerdings von Pauli: „Na klar Britta, ich kann sogar noch viel tollere Kunststücke, wenn Du auf meinem Rücken sitzt!“
Jetzt ist Britta völlig durcheinander! Schillerlocke kann sogar sprechen.
Britta fragt weiter: „Du Schillerlocke, geht es Dir gut als mein Pferd oder hast Du besondere Wünsche, die ich Dir erfüllen kann?“
Pauli antwortet: „Also das Futter, dass ich bekomme könnte eine Spur besser sein und außerdem könntest Du Dir ein wenig mehr Mühe für meine Pflege geben!“
Vor lauter Stolz über ihr Wunderpferd rennt sie zu ihrem Vater und berichtet, was passiert ist. Dieser hat nichts besseres zu tun, als mit dem Pferd anzugeben und beim Fernsehen anzurufen. Für das Fernsehen ist das Wunderpferd eine Wahnsinnsstory, so dass der Sender direkt ein Kamerateam zum Reiterhof schickt.
In der Zwischenzeit rennt Britta wieder zu ihrem Pferd zurück und unterhält sich weiter.
„Du Schillerlocke, gleich kommt ein Kamerateam um Dich für das Fernsehen zu filmen. Du wirst weltberühmt!“ brüllt Britta aufgeregt.
Pauli antwortet leise: „Berühmtsein gefällt mir, bekomme ich dann Extraportionen bestes Futter?“
„Natürlich, natürlich!“ antwortet Britta.
Da fährt auch schon der Transporter des  Kamerateams auf den Hof, alle Anwesenden sind ebenfalls aufgeregt, vielleicht werden sie auch für ein kleines Sekündchen gefilmt.
Obwohl alle stimmt nicht ganz, der dicke Heinzi könnte sich nichts Schlimmeres vorstellen, als dreckig im Fernsehen zu erscheinen.
In der ganzen Aufregung schleicht sich Pauli von der Koppel und wird wieder sichtbar.
Das Kamerateam interviewt nun Britta und ihre Eltern um anschließend Aufnahmen von dem Wunderpferd zu machen.
Die stolzen Besitzer führen das Kamerateam zur Koppel und führen das Pferd vor.
Als der Dreh beginnt steht Schillerlocke auf der Wiese und frisst Gras.
Britta wird gefilmt, wie sie zu ihrem Pferd spricht: „Hallo Schillerlocke, genug Gras gefressen, Du bekommst doch jetzt immer das allerbeste Futter. Los schau doch mal, das angekündigte Kamerateam ist da. Los sprich mit mir und hör endlich auf das Gras zu fressen!“
Schillerlocke hat überhaupt keine Ahnung, was die junge Reiterin von ihm möchte und frisst weiter.
Bevor das Mädchen verzweifelt mischt sich der Vater ein und geht auf die Koppel um mit Schillerlocke zu sprechen: „Los, Du Gaul, sprich mit uns oder zeig wenigstens Deine Kunststücke!“ Nachdem sich das Pferd nicht ein Stückchen bewegt, platzt dem Vater der Kragen, er zieht dem Pferd von hinten am Schweif um eine Bewegung aus dem Tier herauszuholen.
Die folgende Bewegung hat er sich wahrscheinlich weder gewünscht noch vorgestellt, denn Schillerlocke holt mit beiden Hinterbeinen aus und schießt den Vater in hohem Bogen über die Koppel.
„Wenigstens haben wir das schon mal im Kasten“ meint der Kameramann.
Der Reporter des Fernsehteams geht zu Britta und versucht die Situation aufzuklären: „Sag mal Mädchen, Dein Vater hat uns am Telefon an der Nase herumgeführt, oder? So von wegen zauberhafte Kunststücke eines sprechenden Pferdes. Hätte er doch sagen können, dass er ein paar Bilder vom Sommerfest im Fernsehen sehen will!“
„Aber das Pferd kann wirklich sprechen und tolle Kunststücke!“ versucht Britta dem Reporter zu erklären.
Dieser will davon aber nichts mehr hören, er gibt seinem Kameramann die Aufgabe noch ein paar Aufnahmen von dem Sommerfest zu machen, bevor die Sachen eingepackt werden und man wieder zurück zum Sender fährt.
Pauli ist aufgefallen, dass der dicke Heinzi sich versteckt hat. Er macht sich unsichtbar und spricht mit ihm: „Hallo dicker Junge, warum quälst Du die kleinen Kinder hier auf dem Hof? Kannst Du Dich nicht mit Gleichstarken anlegen?“
Heinzi blickt sich um und sieht niemanden, darauf fragt er: „Wer bist Du? Wo hast Du Dich versteckt? Komm raus, dann werde ich es Dir schon zeigen!“
Pauli hat aber kein Interesse sich sichtbar zu machen und antwortet: „Ich bin ein unsichtbarer Teufel, der es nicht leiden kann, wenn große dicke Jungs die kleineren Kinder ärgern!“
Jetzt bekommt es Heinzi mit der Angst zu tun und er rennt schnell über den Reiterhof. Pauli ist allerdings etwas schneller und bringt den dicken Heinzi mit seinem Schwänzchen zum stolpern, so dass Heinz mit dem Gesicht voran im Misthaufen landet.
Wie der Zufall es will, hat der Kameramann seine Kamera genau in diesem Moment auf diesen Teil des gehalten, so dass der gesamte Sturz im Kasten ist. Während Heinzi aus dem Misthaufen krabbelt macht der Kameramann davon eine Großaufnahme.
Alle unterdrückten Kinder bemühen sich nicht loszulachen, aber als Pauli loslacht, müssen alle anderen Kinder mitmachen. 
„Wenigstens haben wir zwei witzige Szenen für die Berichterstattung über das Sommerfest auf dem Reiterhof. Los Sachen einpacken, wir fahren zum Sender! ruft der Reporter seinem Kameramann zu.
Der Vater des dicken Heinzi, ebenfalls ein ganz schön dicker Mann geht auf den lachenden Pauli los und fragt: „Was gibt es da zu lachen? Mein armer kleiner Junge! Hast Du ihm etwa ein Bein gestellt, damit er in den Misthaufen kracht?“
Pauli antwortet: „Nein, das würde ich doch niemals tun! Ich bin doch ein lieber Junge!“
„Willst Du mich veräppeln? fragt der erboste Vater aufgeregt.
„Aber nein, auch das würde ich niemals tun, ich bin doch ein lieber Junge!“ antwortet Pauli.
„Jetzt reicht es mir, wo sind Deine Eltern oder bist Du eines von diesen hergelaufenen Besucherkindern, die ohne Eltern hier sind?“ fragt Heinzis Papa wütend.
„Meine Eltern sind da, wo sie lieber nicht hinwollen und es ist auch besser, wenn sie nicht erfahren, dass ich hier war.“ Antwortet Pauli.
„Dachte ich es mir doch, wie heißt Du? Ich rufe Deine Eltern an, dann können sie Dich abholen!“ sagte der vor Wut kochende Vater.
„Also, bevor ich Ihnen antworten kann, muss ich mal ganz dringend auf die Toilette, vorher sage ich überhaupt nichts mehr!“ entgegnet Pauli.
Der wütende Mann ist auch kein Unmensch und lässt Pauli um die Ecke gehen, damit er auf die Toilette gehen kann.
Diese Gelegenheit nutzt unser kleiner Teufel um sich unsichtbar zu machen und vom Reiterhof zu verschwinden.
Da es schon sehr spät geworden ist, rennt Pauli schnell zu dem Haus, in dem sich der besondere Fahrstuhl befindet. Er fährt zur Etage „Minus 35“ und schleicht die lange Treppe zur Hölle hinunter. Er muss höllisch aufpassen, dass er von niemandem gesehen wird.
Unten angekommen geht er zu seiner Mine, macht ein Körbchen voll mit Schmuddelsteinen und geht zur Wohnhölle seiner Eltern.
Die wilde Hilde, deckt schon den Tisch und wundert sich, dass ihr Pauli heute so spät kommt. Die üblen Leckereien schmecken allen am Tisch abscheulich, so dass alle grunzend das Abendessen verschliengen.
Nach dem Essen übergibt Pauli seinem Vater die Schmuddelsteine und macht sich fertig für die Nachtruhe.  Nachdem er sich die Zähne geputzt hat, kommt sein Vater um sich für die fleißige Leistung seines Sohnes zu bedanken: "Gute Nacht - aähh schlechte Nacht, mein lieber - aähh böser Sohn. Du hast mir wieder viele von den hübschen - aähh hässlichen Edelsteinen - aähh Schmuddelsteinen gebracht. Dafür habe ich in Dein Bett heute eine extra heiße Portion Kohlen gefüllt, damit Du gut - aähh schlecht schlafen kannst!"
Pauli liegt nun im Bett und denkt noch ein wenig über den vergangenen Tag nach. Vielmehr denkt er aber daran, ob der dicke Heinzi jetzt netter zu den anderen Kindern ist. Schließlich steht man als Fernsehstar in der Öffentlichkeit. Während er an den dicken Jungen denkt und er sich in die glühenden Kohlen kuschelt, fallen ihm die Augen zu und er versinkt in einen tiefen Schlaf.