Die Schule ist aus und heute ist es soweit. Angela, Sophies beste Freundin, hat am Nachmittag frei und möchte Sophie auf eine Erkundungstour zu den Menschen begleiten. Verabredet getan, die beiden erzählen ihren Eltern, dass sie beim jeweils anderen sind. Also Sophie bei Angela und Angela bei Sophie.
Zum Glück gibt es bei den Engeln kein Telefon.
Die süßen Engel machen sich nun auf, eher gesagt ab, in ein Abenteuer auf der Erde.
Beide müssen regelmäßig bei ihren Eltern die Wolken mähen, so wollen sie mal schauen, wie es bei den Menschen so ist. Ob dort auch die Wolken gemäht werden?
Allerdings weiß Sophie aus der Erfahrung ihrer letzten Besuche auf der Erde, dass die Menschen keine Möglichkeiten haben um an die Wolken zu kommen. Vielleicht mähen die Menschen etwas anderes.
Unten auf der Erde angekommen schauen sie sich in den Strassen um.
Plötzlich hören sie ein komisches Geräusch. Ein Surren und Brummen. Was kann das sein?
Sie versuchen die Quelle des merkwürdigen Geräusches zu finden. Und siehe da, sie entdecken ein Haus mit einer grünen Wolke herum und einen Mann, der einen Wolkenmäher steuert.
Warum sind die Wolken auf der Erde grün? Um die Frage beantwortet zu bekommen, gehen sie zu dem Mann und fragen ihn.
"Entschuldigung? Warum sind die Wolken bei Ihnen grün?" fragt Sophie.
Der Mann stellt sein Gerät ab und fragt irritiert zurück: "Welche Wolken? Meinst Du etwa den grünen Rasen?"
"Rasen?" das haben die beiden ja noch nie gehört. Auf der Erde ist scheinbar alles etwas anders. "Ist das Gerät, welches Sie benutzen etwa kein Wolkenmäher?" fragt Angela. Der Mann stutzt und glaubt die Mädels möchten ihn veräppeln, also beantwortet er die Frage mit, "das ist ein Rasenmäher und den kann man im Baumarkt kaufen", anschließend stellt er den Rasenmäher an und arbeitet weiter.
"Interessant, im Baumarkt kann man so eine Surrmaschine Rasenmäher kaufen!" bemerkt Sophie. "Du, Angela, denkst Du auch was ich denke?" fragt Sophie.
"Keine Ahnung, aber ich möchte schrecklich gerne mal in so einen Baumarkt gehen!" sagt Angela.
"Genau, aber wie finden wir so einen Baumarkt?" fragt Sophie.
Der Satz war noch nicht ganz ausgesprochen, da kommt ein Mann mit seinem Sohn aus dem Nachbarhaus und die Engel können folgende Satzbrocken aufschnappen: "Los komm, Jung ... wir müssen uns beeilen ... lauf schneller der Baumarkt schließt gleich ..."
Na wenn das kein günstiger Moment ist. Die Mädels nehmen sofort die Verfolgung auf und stehen ein paar Minuten später vor einem Baumarkt. Sie schleichen sich durch die automatische Tür und müssen schnell feststellen, dass ein Baumarkt nicht wirklich überirdisch ist.
In den Gängen schauen sich überwiegend Männer nach geeignetem Handwerkermaterial um.
Unsere beiden Engelchen wandern ein wenig durch die Regale und befinden sich plötzlich in der Außenanlage für Gartenbedarf wieder. Hier gibt es auch ganz tolle Surrmaschinen Rasenmäher. Lieder surren die hier nicht, sondern stehen starr auf einer dafür vorgesehenen Fläche. Angela setzt sich auf einen großen roten Rasenmäher und Sophie schiebt das Gerät von hinten an. Die beiden flitzen durch die Gänge und haben eine Menge Spaß, zumindest so lange, bis ein Mitarbeiter des Baumarktes auf die Beiden aufmerksam wird. Der Mitarbeiter ruft: "Hallo Mädchen, was macht Ihr da"?
Sophie macht sich unsichtbar und schiebt Angela so schnell wie möglich zurück an die Stelle, wo die Surrmaschine Rasenmäher ursprünglich gestanden hat. Etwas außer Atem kommt der Mitarbeiter um die Ecke und traut seinen Augen nicht. Er sieht ein kleines Mädchen auf einem Rasenmäher. Das Kind kann doch unmöglich mit dem Rasenmäher durch die Gänge gefahren sein. Da er die Situation nicht versteht, spricht er Angela an: "Entschuldige kleines Mädchen, bist Du gerade mit dem Rasenmäher durch die Gänge gefahren?"
"Ich, ich bin nirgendwo hingefahren. Ich saß die ganze Zeit hier im Sitz!" antwortete Angela.
"Da hatte ich wohl eine Halluzination, dann steige mal vom Rasenmäher ab. Deine Eltern vermissen Dich bestimmt schon!" sagte der Baumarkt-Mitarbeiter. "Meine Eltern? Wo sind meine Eltern, die dürfen mich nicht finden!" sagte Angela.
"Wie, Deine Eltern dürfen Dich nicht finden, bist Du etwa von zu Hause ausgebüchst?"
Auf einer Palette stehen herrliche Engelsfiguren. Leicht erschrocken darüber, dass man sie erwischen könnte, stellen sie fest, das die Engel nicht echt sind.
Sie
=> Fortsetzung folgt!
Bei den Geschichten handelt es sich um die Abenteuer des kleinen Engel Sophie und des kleinen Teufels Pauli in der Menschenwelt. Alle Beiträge sind frei erfunden und stammen aus der Feder von S. Jurkschat, der sich auch die Copyrights vorbehält!
Dienstag, 19. April 2011
Mittwoch, 30. März 2011
Pauli auf dem Reiterhof
Wie jeden Tag muss Pauli in der Hölle nach Schmuddelsteinen suchen.
Für diejenigen unter Euch, die Pauli den kleinen Teufel noch nicht kennen, werde ich es kurz erläutern.
Pauli ist der jüngste Sohn von Oberteufel Luzifer und seiner Frau, der wilden Hilde.
Jeden Tag wird Pauli von seinem Vater losgeschickt um in den tiefen weiten der Hölle nach Schmuddelsteinen zu suchen.
Nach menschlichem Verständnis handelt es sich bei den Schmuddelsteinen allerdings um Edelsteine.
In der Hölle ist aber alles andersherum als bei den Menschen auf der Erde.
Gut ist schlecht, böse ist lieb und Schmuddelstein ist Edelstein.
Pauli hat bei seinen vielzähligen Suchen in der Hölle eine Mine gefunden, wo die häßlichsten Schmuddelsteine überhaupt zu finden sind.
Von diesen steckt er sich abends eine handvoll in die Tasche und übergibt diese an seinen Vater.
Seit kurzem kennt Pauli einen geheimen Weg zu den Menschen, den er heute wieder nutzen will um sich die Langeweile zu vertreiben.
Er geht also über die lange Treppe und fährt mit dem Fahrstuhl bis zur Etage 0.
An der richtigen Etage angekommen verläßt Pauli den Fahrstuhl und befindet sich mitten auf einem Bürgersteig in der Menschenwelt.
Dreimal kurz geblinzelt und Pauli hat sich an die Helligkeit gewöhnt.
Woran er sich noch nicht gewöhnt hat ist seine komische Menschenkleidung und vor allem sein Schwänzchen, welches immer erst noch hinten aus der Hose schaut.
Schwänzchen kurz in der Hose verstaut und das Abenteuer kann beginnen.
Neugierig wie er ist spaziert er die Straße entlang und entdeckt ein Plakat von einem Sommerfest auf einem Reiterhof.
Ihm gefällt das bunte Plakat und so macht er sich auf den Weg um zu erleben was ein Sommerfest ist.
Währenddessen gibt sich der dicke Heinzi auf dem Reiterhof von seiner besten Seite.
Heinzi ist der Größte von den jugendlichen Reitern und das läßt er die kleineren Reiter auch spüren.
Der kleine Max muss für den Heinzi täglich die Pferdebox sauber machen.
Die Maria muss das Pferd von Heinzi pflegen und versorgen.
Und den anderen Kindern isst und trinkt der Heinzi alles mögliche weg.
Zu allen Kindern ist er ungerecht, außer zu Britta, die ist nämlich nur ein Jahr jünger als Heinzi und sehr hübsch.
Immer wenn Sie den dicken Heinzi trifft, sagt sie: "Geh´ mir aus der Sonne, Du neureicher Fettklops!"
Das hört Heinzi nicht gerne, aber da er auch ein wenig in Britta verliebt ist, versucht er es zu überhören.
Gerade steht Heinzi vor seiner Box und meckert mit dem kleinen Max:"Mensch, Du kleiner Tölpel, kannst Du den Pferdemist nicht schneller zum Misthaufen bringen? Wie lange soll mein Pferd denn noch auf der Koppel stehen? Die Maria wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sie mein Pferd versorgen kann!"
Gerade als Max mit der Mistgabel zum Misthaufen laufen will, stellt ihm Heinzi ein Bein und der kleine Junge landet mit dem Gesicht im Dreck.
Der schadenfrohe Heinzi, hält sich vor lauter Lachen den Bauch.
Während der kleine Max sich aufrappelt, schießen ihm Tränen ins Gesicht.
Innerlich kocht er vor Wut und schwört sich, dass er es dem dicken Heinzi eines Tages zeigen wird!
Die Kinder, die nicht mit den Pferden beschäftigt sind, amüsieren sich bereits auf dem Sommerfest.
Heute sind sowohl die Reiterkinder anwesend, als auch Besucherkinder, die sich für den Reiterhof interessieren.
Neben den ganzen Kindern sind natürlich auch die Eltern da, die vertreiben sich mit Kaffee und Kuchen ein wenig die Zeit. Später soll auch noch gegrillt werden!
Inzwischen hat auch Pauli sein Ziel erreicht und schaut sich erstmal auf dem Reiterhof um.
Da fällt ihm sofort der dicke Heinzi auf, wie er die anderen Kinder schikaniert. Pauli ist grundsätzlich ein Freund von bösen Taten, aber irgendwie gefällt ihm Heinzi nicht.
Während Heinzi so in seiner schicken, neuen und blütenreinen Reiterkleidung auf dem Hof herumstolziert, sammelt Pauli in einem kleinen Eimer Schweinemist aus dem naheliegenden Schweinestall. Diesen Eimer platziert er in der Nähe von Heinzis Pferdebox.
Dann nimmt er ein paar Papierhandtücher aus der Gästetoilette und füllt diese mit den Kötteln des Wachhunds.
Diesen „Papierknubbel“ legt Pauli direkt vor Heinzis Box.
Als Heinzi um die Ecke kommt um nach seiner Box zu sehen, macht sich Pauli unsichtbar und schießt einen kleinen Feuerblitz auf den Papierknubbel.
Das Papier brennt sofort lichterloh und Heinzi ruft um Hilfe und stürmt herbei um den Brand zu löschen. Er springt beidbeinig mit voller Wucht auf die Flammen, so dass die Hundeköttel nur so an seinen Beinen hochspritzen. Durch die Hilfeschreie angelockt, steht der kleine Max unmittelbar vor den Flammen zwischen Heinzis Beinen. Er schnappt sich den Wassereimer und kippt diesen direkt auf Heinzis weiße Hose und die schönen Stiefel.
Erst als der Inhalt des Eimers im direkten Anflug auf Heinzi ist, bemerkt Max, was er gemacht hat.
So steht Heinzi nun dar, von den Stiefeln bis zur Hose voller Schweinemist und Hundekacke.
Laut lachend rennt Max weg, um sich vor Heinzi in Sicherheit zu bringen. Gut das die Eltern heute auch auf dem Reiterhof sind und Max einen gewissen Schutz bieten können.
So dreckig und stinkig schämt sich Heinzi und möchte sich am liebsten in einem Mauseloch verstecken, da läuft ihm die schöne Britta über den Weg.
Heinzi ist vor lauter Scham nur noch gefühlte 20 cm groß inklusive Reitkappe, da beginnt Britta ein Gespräch mit ihm: „Na Du Neureicher Fettklops, musstest Du heute mal selbst ein wenig arbeiten? Übrigens, Du stinkst ja viel schlimmer als die Schweine im Schweinestall, Hahahhaha!“
Pauli war jedenfalls der Meinung, dass der dicke Junge sein Lektion gelernt hat.
Plötzlich, was war mit Pauli los? Als er die schöne Britta gesehen hat überkam ihn so ein komisches Gefühl. Fast so, als würde er mitten in heißen Kohlen kuscheln.
Pauli wollte Britta unbedingt ansprechen und kennenlernen! Er machte sich wieder sichtbar und folgte ihr.
Nachdem er sie eingeholt hat stupste er ihr auf die Schulter und sagte: „Hallo Schönheit, ich bin Pauli und möchte Dich kennenlernen!“
Britta erwiderte: „Hallo Pauli, ich weiß, dass ich schön bin und ich möchte Dich ganz bestimmt nicht kennenlernen!“
Uiii, was für eine Abfuhr. Die kuscheligen Kohlen um Pauli werden zu Eisklötzen!
„Na warte“, denkt er, „Du wirst mich jetzt mal so richtig kennenlernen!“
Pauli findet heraus, welches Pferd Britta gehört und sucht es auf der Weide auf.
Um nicht aufzufallen, macht er sich unsichtbar! Um das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, flüstert er dem Pferd nette Sachen ins Ohr.
Nach ein paar Sätzen kann Pauli auf das Pferd aufsteigen und mit ihm über die Wiese reiten.
Als Britta kommt um nach Ihrem Pferd zu sehen, stellt sie zu ihrem Erstaunen fest, dass Ihr Pferd auf der Koppel die tollsten Kunststücke vorführt.
Das Pferd springt nur auf den Hinterläufen über die Wiese. Dann macht es einen Handstand, anschließend reitet es seitwärts zum Zaun wo Britta steht.
Britta ist irritiert aber mächtig stolz auf ihr Pferd und beginnt mit dem Pferd zu sprechen: „Mensch Schillerlocke, Du hast ja wunderbare Kunststücke vorgeführt. Kannst Du die auch, wenn ich auf Deinem Rücken sitze?“
Plötzlich bekommt Britta eine Antwort, allerdings von Pauli: „Na klar Britta, ich kann sogar noch viel tollere Kunststücke, wenn Du auf meinem Rücken sitzt!“
Jetzt ist Britta völlig durcheinander! Schillerlocke kann sogar sprechen.
Britta fragt weiter: „Du Schillerlocke, geht es Dir gut als mein Pferd oder hast Du besondere Wünsche, die ich Dir erfüllen kann?“
Pauli antwortet: „Also das Futter, dass ich bekomme könnte eine Spur besser sein und außerdem könntest Du Dir ein wenig mehr Mühe für meine Pflege geben!“
Vor lauter Stolz über ihr Wunderpferd rennt sie zu ihrem Vater und berichtet, was passiert ist. Dieser hat nichts besseres zu tun, als mit dem Pferd anzugeben und beim Fernsehen anzurufen. Für das Fernsehen ist das Wunderpferd eine Wahnsinnsstory, so dass der Sender direkt ein Kamerateam zum Reiterhof schickt.
In der Zwischenzeit rennt Britta wieder zu ihrem Pferd zurück und unterhält sich weiter.
„Du Schillerlocke, gleich kommt ein Kamerateam um Dich für das Fernsehen zu filmen. Du wirst weltberühmt!“ brüllt Britta aufgeregt.
Pauli antwortet leise: „Berühmtsein gefällt mir, bekomme ich dann Extraportionen bestes Futter?“
„Natürlich, natürlich!“ antwortet Britta.
Da fährt auch schon der Transporter des Kamerateams auf den Hof, alle Anwesenden sind ebenfalls aufgeregt, vielleicht werden sie auch für ein kleines Sekündchen gefilmt.
Obwohl alle stimmt nicht ganz, der dicke Heinzi könnte sich nichts Schlimmeres vorstellen, als dreckig im Fernsehen zu erscheinen.
In der ganzen Aufregung schleicht sich Pauli von der Koppel und wird wieder sichtbar.
Das Kamerateam interviewt nun Britta und ihre Eltern um anschließend Aufnahmen von dem Wunderpferd zu machen.
Die stolzen Besitzer führen das Kamerateam zur Koppel und führen das Pferd vor.
Als der Dreh beginnt steht Schillerlocke auf der Wiese und frisst Gras.
Britta wird gefilmt, wie sie zu ihrem Pferd spricht: „Hallo Schillerlocke, genug Gras gefressen, Du bekommst doch jetzt immer das allerbeste Futter. Los schau doch mal, das angekündigte Kamerateam ist da. Los sprich mit mir und hör endlich auf das Gras zu fressen!“
Schillerlocke hat überhaupt keine Ahnung, was die junge Reiterin von ihm möchte und frisst weiter.
Bevor das Mädchen verzweifelt mischt sich der Vater ein und geht auf die Koppel um mit Schillerlocke zu sprechen: „Los, Du Gaul, sprich mit uns oder zeig wenigstens Deine Kunststücke!“ Nachdem sich das Pferd nicht ein Stückchen bewegt, platzt dem Vater der Kragen, er zieht dem Pferd von hinten am Schweif um eine Bewegung aus dem Tier herauszuholen.
Die folgende Bewegung hat er sich wahrscheinlich weder gewünscht noch vorgestellt, denn Schillerlocke holt mit beiden Hinterbeinen aus und schießt den Vater in hohem Bogen über die Koppel.
„Wenigstens haben wir das schon mal im Kasten“ meint der Kameramann.
Der Reporter des Fernsehteams geht zu Britta und versucht die Situation aufzuklären: „Sag mal Mädchen, Dein Vater hat uns am Telefon an der Nase herumgeführt, oder? So von wegen zauberhafte Kunststücke eines sprechenden Pferdes. Hätte er doch sagen können, dass er ein paar Bilder vom Sommerfest im Fernsehen sehen will!“
„Aber das Pferd kann wirklich sprechen und tolle Kunststücke!“ versucht Britta dem Reporter zu erklären.
Dieser will davon aber nichts mehr hören, er gibt seinem Kameramann die Aufgabe noch ein paar Aufnahmen von dem Sommerfest zu machen, bevor die Sachen eingepackt werden und man wieder zurück zum Sender fährt.
Pauli ist aufgefallen, dass der dicke Heinzi sich versteckt hat. Er macht sich unsichtbar und spricht mit ihm: „Hallo dicker Junge, warum quälst Du die kleinen Kinder hier auf dem Hof? Kannst Du Dich nicht mit Gleichstarken anlegen?“
Heinzi blickt sich um und sieht niemanden, darauf fragt er: „Wer bist Du? Wo hast Du Dich versteckt? Komm raus, dann werde ich es Dir schon zeigen!“
Pauli hat aber kein Interesse sich sichtbar zu machen und antwortet: „Ich bin ein unsichtbarer Teufel, der es nicht leiden kann, wenn große dicke Jungs die kleineren Kinder ärgern!“
Jetzt bekommt es Heinzi mit der Angst zu tun und er rennt schnell über den Reiterhof. Pauli ist allerdings etwas schneller und bringt den dicken Heinzi mit seinem Schwänzchen zum stolpern, so dass Heinz mit dem Gesicht voran im Misthaufen landet.
Wie der Zufall es will, hat der Kameramann seine Kamera genau in diesem Moment auf diesen Teil des gehalten, so dass der gesamte Sturz im Kasten ist. Während Heinzi aus dem Misthaufen krabbelt macht der Kameramann davon eine Großaufnahme.
Alle unterdrückten Kinder bemühen sich nicht loszulachen, aber als Pauli loslacht, müssen alle anderen Kinder mitmachen.
„Wenigstens haben wir zwei witzige Szenen für die Berichterstattung über das Sommerfest auf dem Reiterhof. Los Sachen einpacken, wir fahren zum Sender! ruft der Reporter seinem Kameramann zu.
Der Vater des dicken Heinzi, ebenfalls ein ganz schön dicker Mann geht auf den lachenden Pauli los und fragt: „Was gibt es da zu lachen? Mein armer kleiner Junge! Hast Du ihm etwa ein Bein gestellt, damit er in den Misthaufen kracht?“
Pauli antwortet: „Nein, das würde ich doch niemals tun! Ich bin doch ein lieber Junge!“
„Willst Du mich veräppeln? fragt der erboste Vater aufgeregt.
„Aber nein, auch das würde ich niemals tun, ich bin doch ein lieber Junge!“ antwortet Pauli.
„Jetzt reicht es mir, wo sind Deine Eltern oder bist Du eines von diesen hergelaufenen Besucherkindern, die ohne Eltern hier sind?“ fragt Heinzis Papa wütend.
„Meine Eltern sind da, wo sie lieber nicht hinwollen und es ist auch besser, wenn sie nicht erfahren, dass ich hier war.“ Antwortet Pauli.
„Dachte ich es mir doch, wie heißt Du? Ich rufe Deine Eltern an, dann können sie Dich abholen!“ sagte der vor Wut kochende Vater.
„Also, bevor ich Ihnen antworten kann, muss ich mal ganz dringend auf die Toilette, vorher sage ich überhaupt nichts mehr!“ entgegnet Pauli.
Der wütende Mann ist auch kein Unmensch und lässt Pauli um die Ecke gehen, damit er auf die Toilette gehen kann.
Diese Gelegenheit nutzt unser kleiner Teufel um sich unsichtbar zu machen und vom Reiterhof zu verschwinden.
Da es schon sehr spät geworden ist, rennt Pauli schnell zu dem Haus, in dem sich der besondere Fahrstuhl befindet. Er fährt zur Etage „Minus 35“ und schleicht die lange Treppe zur Hölle hinunter. Er muss höllisch aufpassen, dass er von niemandem gesehen wird.
Unten angekommen geht er zu seiner Mine, macht ein Körbchen voll mit Schmuddelsteinen und geht zur Wohnhölle seiner Eltern.
Die wilde Hilde, deckt schon den Tisch und wundert sich, dass ihr Pauli heute so spät kommt. Die üblen Leckereien schmecken allen am Tisch abscheulich, so dass alle grunzend das Abendessen verschliengen.
Nach dem Essen übergibt Pauli seinem Vater die Schmuddelsteine und macht sich fertig für die Nachtruhe. Nachdem er sich die Zähne geputzt hat, kommt sein Vater um sich für die fleißige Leistung seines Sohnes zu bedanken: "Gute Nacht - aähh schlechte Nacht, mein lieber - aähh böser Sohn. Du hast mir wieder viele von den hübschen - aähh hässlichen Edelsteinen - aähh Schmuddelsteinen gebracht. Dafür habe ich in Dein Bett heute eine extra heiße Portion Kohlen gefüllt, damit Du gut - aähh schlecht schlafen kannst!"
Pauli liegt nun im Bett und denkt noch ein wenig über den vergangenen Tag nach. Vielmehr denkt er aber daran, ob der dicke Heinzi jetzt netter zu den anderen Kindern ist. Schließlich steht man als Fernsehstar in der Öffentlichkeit. Während er an den dicken Jungen denkt und er sich in die glühenden Kohlen kuschelt, fallen ihm die Augen zu und er versinkt in einen tiefen Schlaf.
Für diejenigen unter Euch, die Pauli den kleinen Teufel noch nicht kennen, werde ich es kurz erläutern.
Pauli ist der jüngste Sohn von Oberteufel Luzifer und seiner Frau, der wilden Hilde.
Jeden Tag wird Pauli von seinem Vater losgeschickt um in den tiefen weiten der Hölle nach Schmuddelsteinen zu suchen.
Nach menschlichem Verständnis handelt es sich bei den Schmuddelsteinen allerdings um Edelsteine.
In der Hölle ist aber alles andersherum als bei den Menschen auf der Erde.
Gut ist schlecht, böse ist lieb und Schmuddelstein ist Edelstein.
Pauli hat bei seinen vielzähligen Suchen in der Hölle eine Mine gefunden, wo die häßlichsten Schmuddelsteine überhaupt zu finden sind.
Von diesen steckt er sich abends eine handvoll in die Tasche und übergibt diese an seinen Vater.
Seit kurzem kennt Pauli einen geheimen Weg zu den Menschen, den er heute wieder nutzen will um sich die Langeweile zu vertreiben.
Er geht also über die lange Treppe und fährt mit dem Fahrstuhl bis zur Etage 0.
An der richtigen Etage angekommen verläßt Pauli den Fahrstuhl und befindet sich mitten auf einem Bürgersteig in der Menschenwelt.
Dreimal kurz geblinzelt und Pauli hat sich an die Helligkeit gewöhnt.
Woran er sich noch nicht gewöhnt hat ist seine komische Menschenkleidung und vor allem sein Schwänzchen, welches immer erst noch hinten aus der Hose schaut.
Schwänzchen kurz in der Hose verstaut und das Abenteuer kann beginnen.
Neugierig wie er ist spaziert er die Straße entlang und entdeckt ein Plakat von einem Sommerfest auf einem Reiterhof.
Ihm gefällt das bunte Plakat und so macht er sich auf den Weg um zu erleben was ein Sommerfest ist.
Währenddessen gibt sich der dicke Heinzi auf dem Reiterhof von seiner besten Seite.
Heinzi ist der Größte von den jugendlichen Reitern und das läßt er die kleineren Reiter auch spüren.
Der kleine Max muss für den Heinzi täglich die Pferdebox sauber machen.
Die Maria muss das Pferd von Heinzi pflegen und versorgen.
Und den anderen Kindern isst und trinkt der Heinzi alles mögliche weg.
Zu allen Kindern ist er ungerecht, außer zu Britta, die ist nämlich nur ein Jahr jünger als Heinzi und sehr hübsch.
Immer wenn Sie den dicken Heinzi trifft, sagt sie: "Geh´ mir aus der Sonne, Du neureicher Fettklops!"
Das hört Heinzi nicht gerne, aber da er auch ein wenig in Britta verliebt ist, versucht er es zu überhören.
Gerade steht Heinzi vor seiner Box und meckert mit dem kleinen Max:"Mensch, Du kleiner Tölpel, kannst Du den Pferdemist nicht schneller zum Misthaufen bringen? Wie lange soll mein Pferd denn noch auf der Koppel stehen? Die Maria wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sie mein Pferd versorgen kann!"
Gerade als Max mit der Mistgabel zum Misthaufen laufen will, stellt ihm Heinzi ein Bein und der kleine Junge landet mit dem Gesicht im Dreck.
Der schadenfrohe Heinzi, hält sich vor lauter Lachen den Bauch.
Während der kleine Max sich aufrappelt, schießen ihm Tränen ins Gesicht.
Innerlich kocht er vor Wut und schwört sich, dass er es dem dicken Heinzi eines Tages zeigen wird!
Die Kinder, die nicht mit den Pferden beschäftigt sind, amüsieren sich bereits auf dem Sommerfest.
Heute sind sowohl die Reiterkinder anwesend, als auch Besucherkinder, die sich für den Reiterhof interessieren.
Neben den ganzen Kindern sind natürlich auch die Eltern da, die vertreiben sich mit Kaffee und Kuchen ein wenig die Zeit. Später soll auch noch gegrillt werden!
Inzwischen hat auch Pauli sein Ziel erreicht und schaut sich erstmal auf dem Reiterhof um.
Da fällt ihm sofort der dicke Heinzi auf, wie er die anderen Kinder schikaniert. Pauli ist grundsätzlich ein Freund von bösen Taten, aber irgendwie gefällt ihm Heinzi nicht.
Während Heinzi so in seiner schicken, neuen und blütenreinen Reiterkleidung auf dem Hof herumstolziert, sammelt Pauli in einem kleinen Eimer Schweinemist aus dem naheliegenden Schweinestall. Diesen Eimer platziert er in der Nähe von Heinzis Pferdebox.
Dann nimmt er ein paar Papierhandtücher aus der Gästetoilette und füllt diese mit den Kötteln des Wachhunds.
Diesen „Papierknubbel“ legt Pauli direkt vor Heinzis Box.
Als Heinzi um die Ecke kommt um nach seiner Box zu sehen, macht sich Pauli unsichtbar und schießt einen kleinen Feuerblitz auf den Papierknubbel.
Das Papier brennt sofort lichterloh und Heinzi ruft um Hilfe und stürmt herbei um den Brand zu löschen. Er springt beidbeinig mit voller Wucht auf die Flammen, so dass die Hundeköttel nur so an seinen Beinen hochspritzen. Durch die Hilfeschreie angelockt, steht der kleine Max unmittelbar vor den Flammen zwischen Heinzis Beinen. Er schnappt sich den Wassereimer und kippt diesen direkt auf Heinzis weiße Hose und die schönen Stiefel.
Erst als der Inhalt des Eimers im direkten Anflug auf Heinzi ist, bemerkt Max, was er gemacht hat.
So steht Heinzi nun dar, von den Stiefeln bis zur Hose voller Schweinemist und Hundekacke.
Laut lachend rennt Max weg, um sich vor Heinzi in Sicherheit zu bringen. Gut das die Eltern heute auch auf dem Reiterhof sind und Max einen gewissen Schutz bieten können.
So dreckig und stinkig schämt sich Heinzi und möchte sich am liebsten in einem Mauseloch verstecken, da läuft ihm die schöne Britta über den Weg.
Heinzi ist vor lauter Scham nur noch gefühlte 20 cm groß inklusive Reitkappe, da beginnt Britta ein Gespräch mit ihm: „Na Du Neureicher Fettklops, musstest Du heute mal selbst ein wenig arbeiten? Übrigens, Du stinkst ja viel schlimmer als die Schweine im Schweinestall, Hahahhaha!“
Pauli war jedenfalls der Meinung, dass der dicke Junge sein Lektion gelernt hat.
Plötzlich, was war mit Pauli los? Als er die schöne Britta gesehen hat überkam ihn so ein komisches Gefühl. Fast so, als würde er mitten in heißen Kohlen kuscheln.
Pauli wollte Britta unbedingt ansprechen und kennenlernen! Er machte sich wieder sichtbar und folgte ihr.
Nachdem er sie eingeholt hat stupste er ihr auf die Schulter und sagte: „Hallo Schönheit, ich bin Pauli und möchte Dich kennenlernen!“
Britta erwiderte: „Hallo Pauli, ich weiß, dass ich schön bin und ich möchte Dich ganz bestimmt nicht kennenlernen!“
Uiii, was für eine Abfuhr. Die kuscheligen Kohlen um Pauli werden zu Eisklötzen!
„Na warte“, denkt er, „Du wirst mich jetzt mal so richtig kennenlernen!“
Pauli findet heraus, welches Pferd Britta gehört und sucht es auf der Weide auf.
Um nicht aufzufallen, macht er sich unsichtbar! Um das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, flüstert er dem Pferd nette Sachen ins Ohr.
Nach ein paar Sätzen kann Pauli auf das Pferd aufsteigen und mit ihm über die Wiese reiten.
Als Britta kommt um nach Ihrem Pferd zu sehen, stellt sie zu ihrem Erstaunen fest, dass Ihr Pferd auf der Koppel die tollsten Kunststücke vorführt.
Das Pferd springt nur auf den Hinterläufen über die Wiese. Dann macht es einen Handstand, anschließend reitet es seitwärts zum Zaun wo Britta steht.
Britta ist irritiert aber mächtig stolz auf ihr Pferd und beginnt mit dem Pferd zu sprechen: „Mensch Schillerlocke, Du hast ja wunderbare Kunststücke vorgeführt. Kannst Du die auch, wenn ich auf Deinem Rücken sitze?“
Plötzlich bekommt Britta eine Antwort, allerdings von Pauli: „Na klar Britta, ich kann sogar noch viel tollere Kunststücke, wenn Du auf meinem Rücken sitzt!“
Jetzt ist Britta völlig durcheinander! Schillerlocke kann sogar sprechen.
Britta fragt weiter: „Du Schillerlocke, geht es Dir gut als mein Pferd oder hast Du besondere Wünsche, die ich Dir erfüllen kann?“
Pauli antwortet: „Also das Futter, dass ich bekomme könnte eine Spur besser sein und außerdem könntest Du Dir ein wenig mehr Mühe für meine Pflege geben!“
Vor lauter Stolz über ihr Wunderpferd rennt sie zu ihrem Vater und berichtet, was passiert ist. Dieser hat nichts besseres zu tun, als mit dem Pferd anzugeben und beim Fernsehen anzurufen. Für das Fernsehen ist das Wunderpferd eine Wahnsinnsstory, so dass der Sender direkt ein Kamerateam zum Reiterhof schickt.
In der Zwischenzeit rennt Britta wieder zu ihrem Pferd zurück und unterhält sich weiter.
„Du Schillerlocke, gleich kommt ein Kamerateam um Dich für das Fernsehen zu filmen. Du wirst weltberühmt!“ brüllt Britta aufgeregt.
Pauli antwortet leise: „Berühmtsein gefällt mir, bekomme ich dann Extraportionen bestes Futter?“
„Natürlich, natürlich!“ antwortet Britta.
Da fährt auch schon der Transporter des Kamerateams auf den Hof, alle Anwesenden sind ebenfalls aufgeregt, vielleicht werden sie auch für ein kleines Sekündchen gefilmt.
Obwohl alle stimmt nicht ganz, der dicke Heinzi könnte sich nichts Schlimmeres vorstellen, als dreckig im Fernsehen zu erscheinen.
In der ganzen Aufregung schleicht sich Pauli von der Koppel und wird wieder sichtbar.
Das Kamerateam interviewt nun Britta und ihre Eltern um anschließend Aufnahmen von dem Wunderpferd zu machen.
Die stolzen Besitzer führen das Kamerateam zur Koppel und führen das Pferd vor.
Als der Dreh beginnt steht Schillerlocke auf der Wiese und frisst Gras.
Britta wird gefilmt, wie sie zu ihrem Pferd spricht: „Hallo Schillerlocke, genug Gras gefressen, Du bekommst doch jetzt immer das allerbeste Futter. Los schau doch mal, das angekündigte Kamerateam ist da. Los sprich mit mir und hör endlich auf das Gras zu fressen!“
Schillerlocke hat überhaupt keine Ahnung, was die junge Reiterin von ihm möchte und frisst weiter.
Bevor das Mädchen verzweifelt mischt sich der Vater ein und geht auf die Koppel um mit Schillerlocke zu sprechen: „Los, Du Gaul, sprich mit uns oder zeig wenigstens Deine Kunststücke!“ Nachdem sich das Pferd nicht ein Stückchen bewegt, platzt dem Vater der Kragen, er zieht dem Pferd von hinten am Schweif um eine Bewegung aus dem Tier herauszuholen.
Die folgende Bewegung hat er sich wahrscheinlich weder gewünscht noch vorgestellt, denn Schillerlocke holt mit beiden Hinterbeinen aus und schießt den Vater in hohem Bogen über die Koppel.
„Wenigstens haben wir das schon mal im Kasten“ meint der Kameramann.
Der Reporter des Fernsehteams geht zu Britta und versucht die Situation aufzuklären: „Sag mal Mädchen, Dein Vater hat uns am Telefon an der Nase herumgeführt, oder? So von wegen zauberhafte Kunststücke eines sprechenden Pferdes. Hätte er doch sagen können, dass er ein paar Bilder vom Sommerfest im Fernsehen sehen will!“
„Aber das Pferd kann wirklich sprechen und tolle Kunststücke!“ versucht Britta dem Reporter zu erklären.
Dieser will davon aber nichts mehr hören, er gibt seinem Kameramann die Aufgabe noch ein paar Aufnahmen von dem Sommerfest zu machen, bevor die Sachen eingepackt werden und man wieder zurück zum Sender fährt.
Pauli ist aufgefallen, dass der dicke Heinzi sich versteckt hat. Er macht sich unsichtbar und spricht mit ihm: „Hallo dicker Junge, warum quälst Du die kleinen Kinder hier auf dem Hof? Kannst Du Dich nicht mit Gleichstarken anlegen?“
Heinzi blickt sich um und sieht niemanden, darauf fragt er: „Wer bist Du? Wo hast Du Dich versteckt? Komm raus, dann werde ich es Dir schon zeigen!“
Pauli hat aber kein Interesse sich sichtbar zu machen und antwortet: „Ich bin ein unsichtbarer Teufel, der es nicht leiden kann, wenn große dicke Jungs die kleineren Kinder ärgern!“
Jetzt bekommt es Heinzi mit der Angst zu tun und er rennt schnell über den Reiterhof. Pauli ist allerdings etwas schneller und bringt den dicken Heinzi mit seinem Schwänzchen zum stolpern, so dass Heinz mit dem Gesicht voran im Misthaufen landet.
Wie der Zufall es will, hat der Kameramann seine Kamera genau in diesem Moment auf diesen Teil des gehalten, so dass der gesamte Sturz im Kasten ist. Während Heinzi aus dem Misthaufen krabbelt macht der Kameramann davon eine Großaufnahme.
Alle unterdrückten Kinder bemühen sich nicht loszulachen, aber als Pauli loslacht, müssen alle anderen Kinder mitmachen.
„Wenigstens haben wir zwei witzige Szenen für die Berichterstattung über das Sommerfest auf dem Reiterhof. Los Sachen einpacken, wir fahren zum Sender! ruft der Reporter seinem Kameramann zu.
Der Vater des dicken Heinzi, ebenfalls ein ganz schön dicker Mann geht auf den lachenden Pauli los und fragt: „Was gibt es da zu lachen? Mein armer kleiner Junge! Hast Du ihm etwa ein Bein gestellt, damit er in den Misthaufen kracht?“
Pauli antwortet: „Nein, das würde ich doch niemals tun! Ich bin doch ein lieber Junge!“
„Willst Du mich veräppeln? fragt der erboste Vater aufgeregt.
„Aber nein, auch das würde ich niemals tun, ich bin doch ein lieber Junge!“ antwortet Pauli.
„Jetzt reicht es mir, wo sind Deine Eltern oder bist Du eines von diesen hergelaufenen Besucherkindern, die ohne Eltern hier sind?“ fragt Heinzis Papa wütend.
„Meine Eltern sind da, wo sie lieber nicht hinwollen und es ist auch besser, wenn sie nicht erfahren, dass ich hier war.“ Antwortet Pauli.
„Dachte ich es mir doch, wie heißt Du? Ich rufe Deine Eltern an, dann können sie Dich abholen!“ sagte der vor Wut kochende Vater.
„Also, bevor ich Ihnen antworten kann, muss ich mal ganz dringend auf die Toilette, vorher sage ich überhaupt nichts mehr!“ entgegnet Pauli.
Der wütende Mann ist auch kein Unmensch und lässt Pauli um die Ecke gehen, damit er auf die Toilette gehen kann.
Diese Gelegenheit nutzt unser kleiner Teufel um sich unsichtbar zu machen und vom Reiterhof zu verschwinden.
Da es schon sehr spät geworden ist, rennt Pauli schnell zu dem Haus, in dem sich der besondere Fahrstuhl befindet. Er fährt zur Etage „Minus 35“ und schleicht die lange Treppe zur Hölle hinunter. Er muss höllisch aufpassen, dass er von niemandem gesehen wird.
Unten angekommen geht er zu seiner Mine, macht ein Körbchen voll mit Schmuddelsteinen und geht zur Wohnhölle seiner Eltern.
Die wilde Hilde, deckt schon den Tisch und wundert sich, dass ihr Pauli heute so spät kommt. Die üblen Leckereien schmecken allen am Tisch abscheulich, so dass alle grunzend das Abendessen verschliengen.
Nach dem Essen übergibt Pauli seinem Vater die Schmuddelsteine und macht sich fertig für die Nachtruhe. Nachdem er sich die Zähne geputzt hat, kommt sein Vater um sich für die fleißige Leistung seines Sohnes zu bedanken: "Gute Nacht - aähh schlechte Nacht, mein lieber - aähh böser Sohn. Du hast mir wieder viele von den hübschen - aähh hässlichen Edelsteinen - aähh Schmuddelsteinen gebracht. Dafür habe ich in Dein Bett heute eine extra heiße Portion Kohlen gefüllt, damit Du gut - aähh schlecht schlafen kannst!"
Pauli liegt nun im Bett und denkt noch ein wenig über den vergangenen Tag nach. Vielmehr denkt er aber daran, ob der dicke Heinzi jetzt netter zu den anderen Kindern ist. Schließlich steht man als Fernsehstar in der Öffentlichkeit. Während er an den dicken Jungen denkt und er sich in die glühenden Kohlen kuschelt, fallen ihm die Augen zu und er versinkt in einen tiefen Schlaf.
Dienstag, 22. März 2011
Sophie im Supermarkt
In den Wolken sind die Schultage anders als bei uns Menschen. Sophie hat nämlich nur zwei Mal in der Woche Unterricht und an fünf Tagen frei.
Wobei frei ein wenig übertrieben ist, sie muss nämlich häufig ihren Eltern bei den unmöglichsten Sachen helfen, zum Beispiel beim Haustiere füttern.
Wie man sich vorstellen kann, leben bei den Engeln nicht so viele Haustiere, lediglich ein paar Vögel.
Die wohnen in einem Wolkenkäfig und werden mit Obst gefüttert, manchmal dürfen die Vögel aber auch ausfliegen um sich selbst Nahrung zu besorgen.
Heute ist so ein Tag, Sophie läßt den Vogel Harald ausfliegen und muss nun in der heimischen Wolke warten, bis der Vogel zurückkommt.
In der Zwischenzeit ordnet sie ihre Schulsachen und legt sich anschließend ein wenig auf Ihre Schlafwolke um ein wenig zu träumen.
Als sie so die Gedanken baumeln läßt, muss sie ständig an ihren Ausflug zu den Menschen denken, was sie bisher dort erlebt hat und was man bestimmt noch erleben kann.
So springt sie plötzlich auf und ruft wie verrückt den Vogel: "Harald, piep piep piep, komm her!"
Nach einer Vielzahl von Rufen und einer gefühlten Ewigkeit taucht der Vogel auf und setzt sich zufrieden in seinen Käfig.
Sophies Vater arbeitet noch bis zur Dämmerung in der Obstfabrik und die Mutter trifft sich heute mit Ihren Freundinnen.
Unser kleiner Engel fasst also den Entschluss erneut zu den Menschen auf-, bzw. herab zu brechen.
Aus der Wolke geschlichen macht sie sich unsichtbar um nicht von den Flugzeugwarn-Engeln gesehen zu werden.
Flugzeugwarn-Engel ist auch ein spannender Beruf.
Wenn die Flugzeuge auf eine Wolke zufliegen, werden alle Engel gewarnt, damit sie sich unsichtbar machen.
Inzwischen ist Sophie mit affenartiger Geschwindkeit auf der Erde gelandet.
Neugierig wie sie ist, schlendert sie durch die Straßen von Engelsdorf, einem Ort, den sie aufgrund des Namens für den Richtigen hält.
Heute möchte sie mehr erleben!
Sie sieht lachende Kinder, die aus einem Haus kommen und spricht sie an: "Hallo Ihr, warum freut Ihr Euch so?"
Die Kinder strahlen Sophie an und ein Mädchen antwortet: "Wir waren gerade im Supermarkt und haben uns leckere Bonbons geholt!"
Sophie ist leicht irritiert und fragt das Mädchen, was den Bonbons seien.
Das Mädchen fragt: "Willst Du uns veräppeln? Jedes Kind kennt doch Bonbons oder kommst Du etwa vom Mond?"
Sophie lacht und antwortet:"Nein, ganz so weit war mein Weg nun auch wieder nicht, aber die Richtung ist schon nicht schlecht! Dann werde ich auch mal in das Supermarkt-Dings gehen und mir Bonbons holen."
Sie geht zu dem Haus und betritt den Laden. Innen ist alles sehr schön beleuchtet und es befinden sich Regale mit unzähligen Tüte, Dosen und Flaschen in dem Geschäft.
Sophie denkt nach: "Wo können den nur die Bonbons sein, die die Kinder so glücklich gemacht haben?"
Sie spaziert durch die Gänge und liest die Etiketten: Brot, Wein, Wurst, Hühnersuppe, Shampoo, Hundekuchen und noch vieles mehr, aber beim besten Willen keine Bonbons.
Sie beobachtet, wie die Erwachsenen verschiedene Sachen in komische Fahrzeuge stellen.
Vielleicht sind die Bonbons versteckt und sie muss hinter den Waren nachschauen.
Sophie besorgt sich auch ein komisches Fahrzeug und nimmt aus jedem Regal etwas heraus in der Hoffnung die fröhlich machenden Bonbons zu finden.
Inzwischen ist das gesamte Fahrzeug komplett voll und sie hat erst den ersten Gang geschafft.
Also stellt sie das Fahrzeug zur Seite und besorgt sich ein Neues für den zweiten Gang.
Als sie das zweite Fahrzeug auch fast komplett gefüllt hat, spricht eine junge Frau sie an: "Hallo Kleines, was machst Du hier?"
Sophie antwortet: "Ich bin die Sophie und suche Bonbons. Was machst Du hier?"
Die junge Frau:"Also ich bin Frau Raschke, die stellvertretende Marktleiterin und ich arbeite hier! Für Dich bin ich nicht Du, sondern Frau Raschke! Bist Du alleine hier?"
Sophie freut sich, dass sie jemanden kennenlernt, der auf der Erde arbeitet und sagt freudestrahlend: "Ich freue mich, Frau Raschke, dass ich mal jemanden kennenlerne, der hier arbeitet und ja, ich bin alleine hier!"
Die stellvertretende Marktleiterin ist ganz irritiert und entgegnet:"Ganz schön unverschämt, wir sind hier im Geschäft alle sehr fleißig. Wenn Du alleine bist, wie willst Du denn die beiden gefüllten Einkaufswagen nach Hause bekommen? Wo sind denn Deine Eltern?"
Sophie antwortet ganz brav: "Was sind denn gefüllte Einkaufswagen? Ich darf nichts mit nach Hause bringen, dann erfahren meine Eltern doch, dass ich fortgegangen bin."
Inzwischen ist Frau Raschke leicht erzürnt:" Willst Du etwa sagen, Du bist von zu Hause fortgeschlichen und hast nicht das geringste Interesse die Waren aus den Einkaufswagen zu kaufen?"
Sophie:"Ganz genau, ich bin von zu Hause fortgeschlichen und wenn Du Frau Raschke mit Einkaufswagen diese komischen Fahrzeuge meinst, dann hast Du recht!"
"Das reicht! Das funkioniert so nicht. Erst zwei Einkaufswagen voll packen und dann verschwinden! Ich rufe meinen Chef, Herrn Krause!"
Wutentbrannt schnappt sich Frau Raschke das Telefon und macht folgende Supermarktdurchsage: "Herr Krause bitte unbedingt in den Gang mit den Tütensuppen, wir haben hier ein kleines Problem!"
Nach dieser Durchsage tummeln sich alle Supermarktbesucher im Gang mit den Tütensuppen um einen Blick zu riskieren, was wohl das kleine Problem sein könnte. Als sie nur ein kleines Mädchen sehen kaufen sie weiter gelangweilt ein.
Herr Krause betritt den Gang und guckt Frau Raschke wegen der unglücklichen Durchsage mit ernstem Blick an!
Dann fragt er genervt: "Frau Raschke, was ist denn hier los!"
Da allein das Auftreten des Marktleiters die Supermarktbesucher wieder neugierig macht, beschließt Herr Krause das Gespräch in seinem Büro fortzusetzen.
Auf dem Weg dorthin schildert Frau Raschke das bisher erlebte und verabschiedet sich wieder Richtung Verkaufsraum.
Jetzt ist die kleine Sophie alleine mit dem Supermarktleiter Herr Krause. Dieser stellt sie direkt zur Rede: "Kleines Fräulein, was hast Du Dir dabei gedacht, die Einkaufswagen voll zu packen und den Inhalt nicht mitnehmen zu wollen?"
"Also", beginnt Sophie, "ich wollte Bonbons haben, da Bonbons die Kinder glücklich gemacht haben. Da ich keine Bonbons gefunden habe, habe ich vermutet, diese befinden sich hinter den anderen Sachen, also habe ich die anderen Sachen genommen und wie die anderen Leute im Supermarkt in diese komischen Fahrzeuge gepackt. Sie werden es nicht glauben, ich habe trotzdem keine Bonbons gefunden!"
"Und wie ich das glauben werde, wir sind doch kein Spielplatz für lustige Versteckspielchen! Das wird Konsequenzen haben! Wo sind Deine Eltern?" schimpft Herr Krause.
"Meine Eltern sind im Himmel!" antwortet Sophie.
Wobei frei ein wenig übertrieben ist, sie muss nämlich häufig ihren Eltern bei den unmöglichsten Sachen helfen, zum Beispiel beim Haustiere füttern.
Wie man sich vorstellen kann, leben bei den Engeln nicht so viele Haustiere, lediglich ein paar Vögel.
Die wohnen in einem Wolkenkäfig und werden mit Obst gefüttert, manchmal dürfen die Vögel aber auch ausfliegen um sich selbst Nahrung zu besorgen.
Heute ist so ein Tag, Sophie läßt den Vogel Harald ausfliegen und muss nun in der heimischen Wolke warten, bis der Vogel zurückkommt.
In der Zwischenzeit ordnet sie ihre Schulsachen und legt sich anschließend ein wenig auf Ihre Schlafwolke um ein wenig zu träumen.
Als sie so die Gedanken baumeln läßt, muss sie ständig an ihren Ausflug zu den Menschen denken, was sie bisher dort erlebt hat und was man bestimmt noch erleben kann.
So springt sie plötzlich auf und ruft wie verrückt den Vogel: "Harald, piep piep piep, komm her!"
Nach einer Vielzahl von Rufen und einer gefühlten Ewigkeit taucht der Vogel auf und setzt sich zufrieden in seinen Käfig.
Sophies Vater arbeitet noch bis zur Dämmerung in der Obstfabrik und die Mutter trifft sich heute mit Ihren Freundinnen.
Unser kleiner Engel fasst also den Entschluss erneut zu den Menschen auf-, bzw. herab zu brechen.
Aus der Wolke geschlichen macht sie sich unsichtbar um nicht von den Flugzeugwarn-Engeln gesehen zu werden.
Flugzeugwarn-Engel ist auch ein spannender Beruf.
Wenn die Flugzeuge auf eine Wolke zufliegen, werden alle Engel gewarnt, damit sie sich unsichtbar machen.
Inzwischen ist Sophie mit affenartiger Geschwindkeit auf der Erde gelandet.
Neugierig wie sie ist, schlendert sie durch die Straßen von Engelsdorf, einem Ort, den sie aufgrund des Namens für den Richtigen hält.
Heute möchte sie mehr erleben!
Sie sieht lachende Kinder, die aus einem Haus kommen und spricht sie an: "Hallo Ihr, warum freut Ihr Euch so?"
Die Kinder strahlen Sophie an und ein Mädchen antwortet: "Wir waren gerade im Supermarkt und haben uns leckere Bonbons geholt!"
Sophie ist leicht irritiert und fragt das Mädchen, was den Bonbons seien.
Das Mädchen fragt: "Willst Du uns veräppeln? Jedes Kind kennt doch Bonbons oder kommst Du etwa vom Mond?"
Sophie lacht und antwortet:"Nein, ganz so weit war mein Weg nun auch wieder nicht, aber die Richtung ist schon nicht schlecht! Dann werde ich auch mal in das Supermarkt-Dings gehen und mir Bonbons holen."
Sie geht zu dem Haus und betritt den Laden. Innen ist alles sehr schön beleuchtet und es befinden sich Regale mit unzähligen Tüte, Dosen und Flaschen in dem Geschäft.
Sophie denkt nach: "Wo können den nur die Bonbons sein, die die Kinder so glücklich gemacht haben?"
Sie spaziert durch die Gänge und liest die Etiketten: Brot, Wein, Wurst, Hühnersuppe, Shampoo, Hundekuchen und noch vieles mehr, aber beim besten Willen keine Bonbons.
Sie beobachtet, wie die Erwachsenen verschiedene Sachen in komische Fahrzeuge stellen.
Vielleicht sind die Bonbons versteckt und sie muss hinter den Waren nachschauen.
Sophie besorgt sich auch ein komisches Fahrzeug und nimmt aus jedem Regal etwas heraus in der Hoffnung die fröhlich machenden Bonbons zu finden.
Inzwischen ist das gesamte Fahrzeug komplett voll und sie hat erst den ersten Gang geschafft.
Also stellt sie das Fahrzeug zur Seite und besorgt sich ein Neues für den zweiten Gang.
Als sie das zweite Fahrzeug auch fast komplett gefüllt hat, spricht eine junge Frau sie an: "Hallo Kleines, was machst Du hier?"
Sophie antwortet: "Ich bin die Sophie und suche Bonbons. Was machst Du hier?"
Die junge Frau:"Also ich bin Frau Raschke, die stellvertretende Marktleiterin und ich arbeite hier! Für Dich bin ich nicht Du, sondern Frau Raschke! Bist Du alleine hier?"
Sophie freut sich, dass sie jemanden kennenlernt, der auf der Erde arbeitet und sagt freudestrahlend: "Ich freue mich, Frau Raschke, dass ich mal jemanden kennenlerne, der hier arbeitet und ja, ich bin alleine hier!"
Die stellvertretende Marktleiterin ist ganz irritiert und entgegnet:"Ganz schön unverschämt, wir sind hier im Geschäft alle sehr fleißig. Wenn Du alleine bist, wie willst Du denn die beiden gefüllten Einkaufswagen nach Hause bekommen? Wo sind denn Deine Eltern?"
Sophie antwortet ganz brav: "Was sind denn gefüllte Einkaufswagen? Ich darf nichts mit nach Hause bringen, dann erfahren meine Eltern doch, dass ich fortgegangen bin."
Inzwischen ist Frau Raschke leicht erzürnt:" Willst Du etwa sagen, Du bist von zu Hause fortgeschlichen und hast nicht das geringste Interesse die Waren aus den Einkaufswagen zu kaufen?"
Sophie:"Ganz genau, ich bin von zu Hause fortgeschlichen und wenn Du Frau Raschke mit Einkaufswagen diese komischen Fahrzeuge meinst, dann hast Du recht!"
"Das reicht! Das funkioniert so nicht. Erst zwei Einkaufswagen voll packen und dann verschwinden! Ich rufe meinen Chef, Herrn Krause!"
Wutentbrannt schnappt sich Frau Raschke das Telefon und macht folgende Supermarktdurchsage: "Herr Krause bitte unbedingt in den Gang mit den Tütensuppen, wir haben hier ein kleines Problem!"
Nach dieser Durchsage tummeln sich alle Supermarktbesucher im Gang mit den Tütensuppen um einen Blick zu riskieren, was wohl das kleine Problem sein könnte. Als sie nur ein kleines Mädchen sehen kaufen sie weiter gelangweilt ein.
Herr Krause betritt den Gang und guckt Frau Raschke wegen der unglücklichen Durchsage mit ernstem Blick an!
Dann fragt er genervt: "Frau Raschke, was ist denn hier los!"
Da allein das Auftreten des Marktleiters die Supermarktbesucher wieder neugierig macht, beschließt Herr Krause das Gespräch in seinem Büro fortzusetzen.
Auf dem Weg dorthin schildert Frau Raschke das bisher erlebte und verabschiedet sich wieder Richtung Verkaufsraum.
Jetzt ist die kleine Sophie alleine mit dem Supermarktleiter Herr Krause. Dieser stellt sie direkt zur Rede: "Kleines Fräulein, was hast Du Dir dabei gedacht, die Einkaufswagen voll zu packen und den Inhalt nicht mitnehmen zu wollen?"
"Also", beginnt Sophie, "ich wollte Bonbons haben, da Bonbons die Kinder glücklich gemacht haben. Da ich keine Bonbons gefunden habe, habe ich vermutet, diese befinden sich hinter den anderen Sachen, also habe ich die anderen Sachen genommen und wie die anderen Leute im Supermarkt in diese komischen Fahrzeuge gepackt. Sie werden es nicht glauben, ich habe trotzdem keine Bonbons gefunden!"
"Und wie ich das glauben werde, wir sind doch kein Spielplatz für lustige Versteckspielchen! Das wird Konsequenzen haben! Wo sind Deine Eltern?" schimpft Herr Krause.
"Meine Eltern sind im Himmel!" antwortet Sophie.
„Im Himmel, sind Deine Eltern gestorben? Bist Du etwa ein Waisenmädchen? Wohnst Du in einem Kinderheim?“, fragt Herr Raschke.
„Meinen Eltern geht es gut, die wohnen schon immer im Himmel. Ich wohne normalerweise auch im Himmel und nicht in einem Kinderheim“, antwortete Sophie.
Jetzt ist auch Herr Raschke verwirrt und verlässt sein Büro, schließt die Türe hinter sich zu, um Hilfe für diese verzwickte Situation zu finden.
Hilfe verspricht er sich von der Polizei, also wählt er die 110.
„Polizei-Notruf, Wachtmeister Piff am Apparat, was kann ich für Sie tun?“
Herr Raschke, berichtet dem Polizisten von Sophie und legt dem Beamten nahe, dass es Sinn macht die Kleine im Supermarkt abzuholen und in ein Kinderheim zu bringen.
Wachtmeister Piff schnappt sich seinen Kollegen Paff und die beiden machen sich auf in Richtung Supermarkt.
Nach kurzer Zeit treffen die Beiden ein und lassen sich von Herrn Raschke die Situation noch mal kurz schildern, anschließend machen sich alle gemeinsam auf den Weg zum Büro des Marktleiters.
Herr Raschke dreht den Schlüssel im Schloss und alle treten gemeinsam ein!
Doch das Büro ist leer, das Fenster ist sperrangelweit geöffnet.
Ist das kleine Mädchen aus dem Fenster geklettert?
Nachdem die erste Verwunderung verblichen ist, stellen die Polizisten Piff und Paff den Marktleiter zur Rede. Schließlich handelt es sich um eine Notrufnummer, welche nicht für irgendwelche Späße zur Verfügung steht.
Auf dem Weg zum Polizeiauto meint Polizist Piff zu Polizist Paff: „Ich glaube, die schnappen langsam alle über! Schon wieder so eine Geschichte von so einem kleinen Waisenmädchen. Die wollen uns wohl auf den Arm nehmen!“
Herr Raschke wirft noch mal einen Blick in den Supermarkt um nach den gefüllten Einkaufswagen zu schauen, die sind aber schon nicht mehr da. Hat er sich die Geschichte nur eingebildet?
Inzwischen ist Sophie wieder auf dem Weg nach Hause in den Himmel, ganz leise schleicht sie sich von hinten an die elterliche Wolke ran. Sie will schließlich nicht erwischt werden.
Im Himmel ist es nämlich schon spät geworden und das gemeinsame Abendessen steht auf dem Programm. Die Eltern und Sophie sitzen am Tisch und essen genüsslich das Abendgemüse und trinken leckeren Fruchtsaft.
So wie es im Himmel üblich ist.
Anschließend putzt sich Sophie die Zähne, wäscht sich gründlich und zieht ein Nachthemd an.
Die Eltern bringen die kleine Abenteurerin ins Bett, bzw. in die Schlafwolke und Sophie kuschelt sich ein und schläft.
Schließlich muss sie ausgeschlafen sein, morgen ist wieder ein anstrengender Tag!
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